WOLFSBURG. Vor den Fans in der Volkswagen Arena gab es zum Bundesliga-Auftakt in Liga zwei keinen Sieger. Der VfL Wolfsburg und der 1. FC Kaiserslautern trennten sich am ersten Spieltag mit einem torlosen 0:0. Ein Ergebnis, das eher den Pfälzern Freude bereitete als den gastgebenden Wölfen.
Von Beginn an war das Spiel von Zurückhaltung geprägt. Beide Mannschaften tasteten sich ab, keine Seite wollte früh einen Fehler riskieren. Der VfL versuchte, über Ballbesitz Kontrolle zu entwickeln. Doch ein echter Rhythmus stelklte sich nicht ein, Kaiserslautern stand kompakt. Die Hausherren kamen selten in gefährliche Abschlusspositionen.
**Auch im zweiten Durchgang bleibt die Null stehen**
Nach dem Seitenwechsel erhoffte sich das Wolfsburger Publikum eine deutliche Steigerung, doch die blieb aus. Kaiserslautern verteidigte weiter diszipliniert, ließ nichts anbrennen und ließ den VfL gegen eine geschlossene Defensive anlaufen. Wolfsburg fehlte die Durchschlagskraft und die Kreativität. Wer auf eine Schlüsselszene, eine sehenswerte Aktion oder wenigstens einen strittigen Moment gewartet hatte, wurde nicht belohnt. Weder Kaiserslautern noch Wolfsburg brachten zwingenden Druck auf den Rasen. Am Ende stand das 0:0 ein Resultat, das das Spiel ehrlich widerspiegelt.
Wolfsburg hatte Heimrecht. Wolfsburg wollte drei Punkte, holte aber nur einen.
Mit einem Punkt aus dem Auftaktspiel steht der VfL Wolfsburg auf Platz 11 der Tabelle. Das it nach dem ersten Spieltag unspektakulär. Wolfsburg hat in der Volkswagen Arena nicht verloren. Immerhin. Aber ehrlich gesagt, war der Sieg schon eingeplant.
Torsten Lieberknecht, Trainer von 1. FC Kaiserslautern: Er zog ein einigermaßen zufriedenes Fazit aus dem torlosen Unentschieden. Vor dem Spiel hätte er ein 1:0 gerne mitgenommen, doch letztlich sei es ein ausgeglichenes Spiel gewesen, in dem auch der Gegner viel aufzubieten hatte. Er lobte ausdrücklich beide Torhüter, die ihre Mannschaften jeweils zu null gespielt hätten. Die eigene erste große Chance habe Natan gehabt, doch auch der VfL habe Situationen gehabt, die taktisch gut gelöst werden mussten. Insgesamt sah er es als guten Start in die Zweitligasaison, da man gewusst habe, auf einen top aufgestellten Gegner zu treffen. Besonders hob er die mitgereisten Fans hervor, die eine Sensationsstimmung erzeugt hatten und denen man etwas mitgeben wollte. Den Blick richtete er bereits auf die kommenden Derbys gegen den KSC und gegen Waldhof Mannheim im Pokal.
Strobl, Trainer von VfL Wolfsburg: Er räumte ein, dass die ersten zehn bis fünfzehn Minuten sehr zerfahren und unkontrolliert gewesen seien, ein offenes Pingpong-Spiel, in dem man Glück und einen guten Torhüter gebraucht habe, um nicht in Rückstand zu geraten. Danach sei die Mannschaft kontrollierter geworden und habe ihre Qualität gezeigt. Er lobte Torhüter Jakob Zelinski ausdrücklich, dessen Leistung mit doppeltem Ausrufezeichen zu bewerten sei. In der zweiten Halbzeit sei man nicht mehr in den Rhythmus gekommen, was er teils an der eigenen Mannschaft, teils am disziplinierten Gegner festmachte. Positiv hob er den Teamgeist hervor, den die Mannschaft seit dem ersten Tag zeige und der auch die Fans begeistere. Den Punkt nahm er am Ende zufrieden mit, da man nicht kopflos agiert und kein Gegentor mehr kassiert habe.
**Nächste Partie: Schon das nächste Mal geht es direkt um die Tabellensituation**
Am 16. August 2026 reist der VfL Wolfsburg zu Hannover 96. Das direkte Aufeinandertreffen mit dem aktuellen Tabellen-16. ist schon nach dem ersten Spieltag ein richtungsweisendes Spiel. Hannover hat null Punkte auf dem Konto. Wolfsburg hat einen. Ein Sieg in Hannover würde den Abstand nach unten vorerst vergrößern. Eine Niederlage würde den VfL auf einen Abstiegsplatz rutschen lassen. Klarer kann ein Auswärtsspiel selten priorisiert werden. Wolfsburg weiß, was auf dem Spiel steht.
