Traumstart für die Eintracht: Braunschweig überrollt Magdeburg mit 6:1 zum Auftakt! Ein Saisonauftakt, wie ihn wohl selbst kühnste Optimisten nicht vorhergesagt hätten: Mit einem beeindruckenden 6:1 (4:0)-Auswärtssieg beim 1. FC Magdeburg hat Eintracht Braunschweig am 1. Spieltag der 2. Bundesliga ein fettes Ausrufezeichen gesetzt.
Vor 28.508 Zuschauern in der Avnet Arena zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Lars Kornetka von Beginn an eine taktisch reife, eiskalte Vorstellung. Verhaltener Beginn mit perfekter Grundordnung Das Spiel begann mit leichtem Verzug, da im Magdeburger Gehäuse vor dem Anpfiff noch das Tornetz geflickt werden musste. Als der Ball schlussendlich rollte, begegneten sich beide Teams in den ersten zehn Minuten zunächst abwartend. Magdeburg tastete ab, doch die Eintracht ließ sofort erkennen, dass die Grundordnung perfekt gestaffelt war. Das Zentrum wurde dichtgemacht, Magdeburg im Spielaufbau verunsichert und im Umschaltspiel blitzschnell nach vorne kombiniert. Eintracht-Coach Lars Kornetka lobte nach dem Spiel genau diese Disziplin: „Unser Auftrag war es, ihr Spiel zu unterbinden und die Bereiche, in denen uns Magdeburg wehtut, möglichst gering zu halten. Das ist uns von den ersten Minuten an sehr gut gelungen.“
Nachdem erste Annäherungsversuche noch geblockt wurden, schlug der BTSV in der 15. Minute erstmals eiskalt zu: Marie leitete die Aktion mit einem feinen Pass über die rechte Seite ein, die Magdeburger Hintermannschaft war völlig ungeordnet und Opoku vollendete zur 1:0-Führung. Ein Schock für das Heimteam, von dem sich der FCM nicht mehr erholen sollte.
Die Löwen setzten unbeeindruckt nach. Kaum hatte Magdeburg in der 20. Minute ihre erste eigene Ecke, fuhr Eintracht im direkten Gegenzug den nächsten Musterkonter: Ein starker Steckpass, erneut von Marie, bediente Urbich, der die Nerven behielt und aus 16 Metern flach unten links zum 2:0 abschloss (21.).
Nach der verordneten Trinkpause in der 22. Minute, schlug Urbich nur wenig später erneut zu: In der 26. Minute schickte ihn Di Benedetto erneut steil und Urbich blieb auch diesmal im Eins-gegen-Eins gegen FCM-Keeper Reimann Sieger – 3:0! Und es kam noch dicker für Magdeburg: In der 31. Minute grätschte Bockhorn mit zu hohem Einsatz in Fabio Di Michele Sánchez rein – Schiedsrichter Felix Prigan zückte folgerichtig sofort die Rote Karte. Als wäre das nicht genug, entschied der Schiedsrichter nach VideoBeweis in der 42. Minute auf Foulelfmeter für Braunschweig. Hüryläinen hatte Sturm zu heftig am Trikot gezogen. Aydin trat an und verwandelte unaufgeregt zum 4:0-Pausenstand (44.).
Postwendende Antwort auf Magdeburger Lebenszeichen
Wer nach dem Seitenwechsel auf Magdeburger Seite mit einem Aufbäumen des FCM rechnete, sah sich für genau eine Minute bestätigt: Żukowski verkürzte in der 49. Minute nach einem Konter über Atik für die Hausherren auf 1:4. Doch die Antwort der Eintracht folgte postwendend! Im direkten Gegenzug erzielte, nach einem feinen Pass in den Strafraum durch Sturm, Di Benedetto in der 50. Minute sein erstes Tor für die Braunschweiger Eintracht zum 5:1 und belohnte sich damit für eine starke Leistung.
In der 61. Minute machte Florian Flick per Kopfball nach einer Ecke das halbe Dutzend voll und schraubte das Ergebnis auf 6:1.
In der verbleibenden Spielzeit verwalteten die GelbBlauen das Spiel in Überzahl souverän, kombinierten flüssig durch die Reihen und hätten bei konsequenterer Chancenausnutzung sogar noch höher gewinnen können.
Fazit & Ausblick FCM-Trainer Petrik Sander fand im Anschluss auf der Pressekonferenz deutliche Worte und gratulierte Kornetka offen: „Glückwunsch zum verdienten Sieg, auch in der Höhe. Es war keine normale Landung heute, das war eine Bruchlandung. Wir waren von der ersten Minute an verunsichert und haben mutlos genau in die wartenden Braunschweiger hineingespielt.“
Ein rundum gelungener Einstand für Eintracht Braunschweig, der vor allem auf taktischer Disziplin, exzellenter Zentrumskontrolle und gnadenloser Effizienz vor dem Tor beruhte.
Was dieser Kantersieg wirklich wert ist und ob Eintracht so überragend oder Magdeburg an diesem Freitag schlicht extrem schwach war, wird sich am kommenden Spieltag zeigen, wenn es im Eintracht-Stadion gegen den VfL Bochum geht. Bis dahin dürfen sich Mannschaft und Fans jedoch zurecht über die aktuelle Tabellenführung freuen!
