Take Time

„Take Time“
Gemeinsam gegen die Uhr

Wer „The Game“ vom Nürnberger-Spielkarten-Verlag kennt, wird sich bei „Take Time“ von Libellud schnell heimisch fühlen: Auch hier müssen mehrere Spieler gemeinsam eine knifflige Kartenaufgabe lösen. Doch während bei „The Game“ die Zahlen offen vor den Spielern liegen, bleibt bei „Take Time“ eine entscheidende Information verborgen.

In mehreren Missionen gilt es, verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Dafür legen die Spieler ihre Zahlenwert-Karten verdeckt an den Uhren ab. Jede Uhr verlangt am Ende einen bestimmten Gesamtwert. Welche Zahlen die anderen beigesteuert haben, weiß zunächst niemand. Nur wenn die Karten zusammen den geforderten Wert erreichen, ist die Mission geschafft.

Das macht jede Entscheidung spannend. Lege ich einen hohen Wert oder halte ich mich lieber zurück? Was könnte mein Mitspieler vorhaben? Und reicht das, was wir gemeinsam verdeckt abgelegt haben? Beim Aufdecken zeigt sich dann, ob die Einschätzungen aufgegangen sind – oder ob die Uhr mit einem einzigen falschen Wert aus dem Takt gerät.

Mit mehreren Missionen steigen die Herausforderungen und verändern sich die Bedingungen. Dabei entwickelt man tatsächlich ein Gefühl dafür, wie die anderen spielen. Das funktioniert auch zu zweit hervorragend, weil jede einzelne Karte stärker ins Gewicht fällt.

Und „Take Time“
hat einen kleinen Suchtfaktor: Ist eine Uhr geschafft, möchte man wissen, ob die nächste ebenfalls gelingt. So entsteht schnell das Gefühl: Eine Mission geht noch.

Daher 5 Punkte für ein spannendes Kooperationsspiel, das mit verdeckten Zahlen, knappen Zielwerten und gegenseitigem Einschätzen aus einer einfachen Idee erstaunlich viel Spannung herausholt.

 

 

 

 

 

Bewertung: ★★★★★

Verlag: Libellud

Art: Strategiespiel

Spieler: 2 bis 4

Dauer: 30 Minuten

Alter: ab 10 Jahren

Preis: 24,99 Euro

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Take Time