Eintracht Braunschweig verliert gegen Bochum mit 2:0

Mehmet Aydin sah wie sein Gegenspieler Wittek die Gelbe Karte. Schiedsrichter Konrad Oldhafer zeigte allerdings nicht immer ein glückliches Händchen.
Mehmet Aydin sah wie sein Gegenspieler Wittek die Gelbe Karte. Schiedsrichter Konrad Oldhafer zeigte allerdings nicht immer ein glückliches Händchen.

Eintracht Braunschweig lässt gegen Bochum erneut wichtige Punkte liegen

Nach der Niederlage in der Vorwoche gegen Nürnberg musste Trainer Backhaus personell reagieren: Szabó nahm zunächst auf der Bank Platz, dafür rückte Sané in die Startelf. In der Abwehr kehrte Nkoa nach überstandener Verletzung zurück und ersetzte den Gelb-Rot-gesperrten Ehlers.

Trotz der klaren Ansage, von Beginn an Präsenz zu zeigen, erwischte Bochum, ausgerechnet das Schlusslicht der Auswärtstabelle, den deutlich besseren Start in die Partie. Bereits nach zehn Sekunden kam Ex-Löwe Holtmann zum ersten Torabschluss. In den ersten Minuten wirkten die Braunschweiger unsortiert, ließen den Gästen zu viel Raum und kassierten folgerichtig früh den Rückstand. Nach einer Ecke in der 7. Minute von Morgalla köpfte Lenz aus kurzer Distanz zum 0:1 ein. Keeper Hoffmann sah dabei alles andere als gut aus und hätte hier zur Stelle sein müssen.

Erst danach kamen die Löwen besser ins Spiel. Besonders über die linke Seite mit Bell Bell entstanden dann doch immer wieder gute Szenen nach vorne. In der 10. Minute scheiterte Conteh mit einem satten Schuss an Bochums Torhüter Horn, der Nachschuss von Bell Bell landete am Querbalken. Auch in der Folge fehlte im letzten Drittel die Präzision, viele Angriffe verpufften durch Abstimmungsprobleme zwischen den Offensivspielern.

Kurz vor der Pause schien der Ausgleich für die Löwen greifbar. Das Stadion jubelte, als Marie nach Vorlage von Gomez ins Tor traf. Der Jubel war allerdings nur von kurzer Dauer, da der Linienrichter direkt die Fahne hob und auf Abseits entschied. Eine knifflige Entscheidung, bei der sich der VAR durchaus hätte einschalten müssen, um dies noch einmal zu überprüfen – den Treffer hätte man auf jeden Fall geben können. So ging es mit einem unglücklichen Rückstand in die Kabine, obwohl die Eintracht über weite Strecken die aktivere Mannschaft war.

Nach Wiederanpfiff veränderte sich das Bild. Bochum kam frischer aus der Pause, während die Braunschweiger den Schwung der ersten Hälfte komplett verloren.

In der 60. Minute reagierte Trainer Backhaus und brachte Ramsak und Aydin neu in die Partie. Kurz darauf folgte Szabó für Conteh, der angeschlagen wirkte, um vorne weiter aktiv zu bleiben. Doch der Wechsel von Szabó sollte sich als unglücklich erweisen. Mit seinem ersten Ballkontakt im Spiel leitete Szabó den zweiten Bochumer Treffer ein. Der ehemalige Braunschweig-Stürmer Hofmann spielte einen guten Pass in die Tiefe, wo Onyeka frei vor Hoffmann den Ball zum 0:2 einschob.

Eintracht versuchte noch einmal alles und hatte dann durch Flick in der 76. Minute die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Flick versuchte es aus der Distanz, der Ball landete dann zunächst an der Latte, der von da aus an den Pfosten sprang und dann aus dem Tor heraus. Auch Szabó konnte den Abpraller aus kurzer Distanz nicht verwerten. Die Braunschweiger hatten das Glück einfach nicht auf ihrer Seite, den Ball hatten viele im Stadion schon im Tor gesehen. In der Schlussphase brachte Backhaus mit Kaufmann und Polter zwei weitere Offensivkräfte, um nochmal alles zu versuchen. Polter holte in der Nachspielzeit nach einem Foul im Strafraum noch einen Elfmeter heraus, verschoss jedoch selbst. Bochums Keeper Horn ahnte die Ecke und parierte.

So blieb es beim bitteren 0:2 aus Sicht der Braunschweiger. Vor allem die Einwechselspieler Szabó und Polter konnten keine Impulse setzen und agierten deutlich unter Zweitliga-Niveau. Schiedsrichter Konrad Oldhafer hatte ebenfalls keinen guten Tag. Mehrere strittige Szenen, insbesondere das nicht gegebene Tor von Marie, sorgten für Unmut auf den Rängen.

Trotzdem darf Eintracht die Schuld nicht bei der Leitung suchen. Zu inkonsequent im Abschluss, zu fehleranfällig in der Defensive und zu wenig Durchschlagskraft nach vorne waren die entscheidenden Punkte, die letztendlich zur Niederlage geführt haben. Die Mannschaft zeigte in Phasen der ersten Halbzeit, dass sie durchaus in der Lage ist, guten Offensivfußball zu spielen. Doch Konstanz und Effektivität bleiben das große Problem.

Nach nur drei Punkten aus den letzten acht Spielen steht Eintracht Braunschweig nun auf Tabellenplatz 16. Die kommende Länderspielpause muss dringend genutzt werden, damit die Offensivaktionen auch mit einem Torerfolg beendet werden. Mit dem aktuellen Kader wird der Klassenerhalt in dieser Form ein schwieriges Unterfangen.

Am 21.11.2025 haben die Löwen im Olympiastadion gegen Hertha erneut die Chance, 3 wichtige Punkte einzufahren.