Eintracht Braunschweig spielt 1:1 unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg

Jubel der Braunschweiger nach dem vermeintlichen 1:1 Ausgleich

Eintracht Braunschweig spielt 1:1 unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg am Ostersonntag

Von Jana Lippelt

Für Eintracht Braunschweig stand am Ostersonntag ein enorm wichtiges Spiel im Abstiegskampf an. Nachdem die direkte Konkurrenz bereits am Vortag gepunktet hatte, war der Druck entsprechend hoch, gegen den 1. FC Nürnberg nachzuziehen und weiter im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. 21.261 Zuschauer fanden den Weg ins Eintracht-Stadion und sahen, dass Tempelmann nach überstandener Verletzung zunächst auf der Bank Platz nahm. Verzichten musste Trainer Lars Kornetka hingegen auf die angeschlagenen Defensivspieler Nkoa und Frenkert. Im Sturm erhielt überraschend Sane den Vorzug. 

Um 13:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Tom Bauer die Partie an. Doch in den ersten Minuten tasteten sich beide Teams zunächst ab. Wirklich zwingende Aktionen nach vorne blieben zunächst aus. Nach sieben Minuten gab es die erste Ecke für die Eintracht, die jedoch ebenso wenig Gefahr brachte wie ein Freistoß kurz darauf. Die erste Torannäherung folgte in der 10. Minute, als Aydin aus der Distanz abzog, den Ball jedoch deutlich links neben das Tor setzte.

In der Folge wurde Braunschweig etwas aktiver. Di Michele Sanchez sorgte mit einem abgefälschten Distanzschuss für die nächste Ecke nach knapp einer Viertelstunde, die zwar gefährlicher wurde, aber keinen Abnehmer fand. Fast im direkten Gegenzug kam Nürnberg zu seiner ersten Chance, ein Kopfball aus kurzer Distanz ging jedoch über das Tor. Nur eine Minute später folgte dann der Schock für die Eintracht: Nach einem katastrophalen Fehlpass im Mittelfeld schaltete Nürnberg schnell um, Nzingoula nutzte den freien Raum und traf aus rund 15 Metern zur 1:0-Führung – Hoffmann war chancenlos.

Braunschweig versuchte zu reagieren, doch ein Freistoß von Sane landete in der 20. Minute in der Mauer. Kurz darauf musste der Stürmer behandelt werden und konnte wenig später nicht weitermachen – Mijatovic kam bereits in der 25. Minute ins Spiel. 

Mit Mijatovic kam etwas mehr Bewegung ins Offensivspiel der Eintracht. Eine gute Kombination mit Gomez führte zu einer Chance durch Heußer, dessen Abschluss jedoch nach einer knappen haben Stunde abgefälscht wurde. Auch die anschließenden Ecken sowie weitere Standardsituationen blieben weiterhin ungefährlich. Nürnberg verteidigte kompakt und ließ kaum klare Möglichkeiten zu.

Bis zur Pause tat sich insgesamt wenig. Mijatovic versuchte es noch einmal mit einem harmlosen Lupfer, während Nürnberg nach einer Ecke und einem Distanzschuss ebenfalls nicht nachlegen konnte. Nach zwei Minuten Nachspielzeit ging es in die Kabinen. Mit dieser Leistung konnten beide Teams nicht wirklich zufrieden sein.

All das was in den ersten beiden Spielen unter Korntka so gut aussah, lässt die Eintracht heute gänzlich vermissen, die Braunschweiger müssen sich jetzt in der Pause wach rütteln und und eine deutliche Leistungssteigerung in Halbzeit 2 zeigen, damit man wichtige Punkte im umkämpften Abstiegskampf hier in Braunschweig behalten kann.

Zur zweiten Halbzeit reagierte Kornetka und brachte Opoku für den komplett unauffälligen Ranos. Doch direkt nach Wiederanpfiff wurde das Spiel zunächst von einer vierminütigen Unterbrechung überschattet, da schwarzer Rauch aus dem Gästeblock aufzog. Direkt nach der Unterbrechung sorgte Aydin vermeintlich für den Ausgleich, als er einen Freistoß von links direkt verwandelte. Doch nach Überprüfung wurde das Tor wegen einer Abseitsstellung von Mijatovic aberkannt.

Nürnberg hatte nach fast einer gespielten Stunde die große Möglichkeit zum 2:0. Die Eintracht Defensive war völlig unsortiert, Ehlers blieb im Strafraum auf dem Boden liegen, die Partie ging allerdings weiter, so dass Koma aus zehn Metern freistehend zum Abschluss kam aber den Ball links neben das Tor schoss. Riesiges Glück für die Braunschweiger, die sich weiter Hoffnungen auf den Ausgleich machen konnten. 

In der 61. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich. Nach einer starken Hereingabe von Di Michele  Sanchez lief Mijatovic perfekt ein und verwandelte direkt zum 1:1. Das Spiel war nun deutlich offener, und Braunschweig drängte auf die Führung. Besonders in der 70. Minute hatte die Eintracht großes Pech. Erst parierte der Nürnberger Keeper stark gegen Ehlers Kopfball, dann wurde der Nachschuss von Flick auf der Linie geklärt – die bis dahin größte Chance des Spiels.

Mit der Einwechslung von Tempelmann kam zusätzliche Energie ins Spiel und das Stadion wurde spürbar lauter. Opoku hatte in der Folge mehrere Szenen, traf jedoch leider zu oft die falsche Entscheidung. Eine strittige Szene gab es in der 77. Minute, als Aydin im Strafraum zu Fall kam, der Schiedsrichter jedoch keinen Elfmeter gab. Trainer Kornetka hat hier einen klaren Elfmeter gesehen, eine kniffelige Entscheidung. 

In der Schlussphase drängte Braunschweig weiter. Ein gut getretener Freistoß von Aydin wurde fünf Minuten vor Schluss stark pariert. In der Nachspielzeit von acht Minuten hatten beide Teams noch Chancen auf den Lucky Punch – Nürnberg vergab zunächst, ehe Tempelmann in der 99. Minute ebenfalls am Keeper scheiterte.

Nürnberg und Braunschweig trennen sich leistungsgerecht mit 1:1. Nachdem die Braunschweiger in der ersten Halbzeit gar nicht ins Spiel fanden, war in Hälfte zwei eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Besonders das Zusammenspiel im Sturm funktionierte mit Mijatovic, der bereits in der 25. Minute für den verletzten Sane ins Spiel kam, deutlich besser. Mijatovic durfte sich dann mit seinem ersten Treffer für die Braunschweiger belohnen. Während die Freistöße gut getreten waren, gibt es bei der Ausführung der Eckbälle noch einiges zu tun. Trotz einer Vielzahl an Eckbällen, kamen fast alle ungefährlich vor das Tor der Nürnberger. 

Nach diesem Punktgewinn steht Eintracht nun mit 30 Punkten auf Platz 14 und steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf. Weiter geht es für die Braunschweiger nächste Woche Sonntag, den 12. April um 13:30 Uhr, wo es darum geht an die Leistung aus der zweiten Halbzeit anzuknüpfen und dann erneut um drei Punkte zu kämpfen.