Eintracht Braunschweig gewinnt mit 1:0 gegen Karlsruhe

Eintracht feiert ersten Heimsieg in 2026

Am Samstag, den 31. Januar 2026, empfing Eintracht Braunschweig um 13 Uhr den Karlsruher SC im heimischen Eintracht-Stadion. Die Partie stand unter besonderen Vorzeichen. Unter der Woche hatte Kapitän Köhler für einen echten Knall gesorgt, als bekannt wurde, dass er den Verein noch im Winter verlassen möchte. Obwohl ein Abgang zu diesem Zeitpunkt noch nicht final fest steht, gehörte Köhler nicht zum Spieltagskader. Torhüter Hoffmann übernahm stattdessen die Kapitänsbinde. Nach dem enttäuschenden 0:0 in Fürth war Eintracht zudem klar gefordert, eine deutliche Reaktion vor 18.998 Zuschauern zu zeigen.

Eintracht begann engagiert und erhielt bereits früh einen Freistoß nach einem Foul an Gomez. In den ersten Minuten hielt Braunschweig den Ball gut in den eigenen Reihen, ohne jedoch zu einem Abschluss zu kommen. Der erste gefährliche Torabschluss der Partie gehörte den Hausherren in der 9. Minute. Yardimci wurde nach Vorlage von Sané in Szene gesetzt, musste jedoch unter Bedrängnis abschließen, sodass KSC-Keeper Bernat den flachen Versuch sicher aufnehmen konnte. Kurz darauf kam Eintracht erneut gut vors Tor, der Schuss von Heußer wurde zur Ecke geblockt, die jedoch ohne Ertrag blieb.
Karlsruhe zeigte sich in der Anfangsphase offensiv zurückhaltend. Der erste Vorstoß der Gäste in der 13. Minute wurde von der gut stehenden Braunschweiger Defensive konsequent unterbunden. In der 19. Minute nutzte Eintracht dann eine Unachtsamkeit der Gäste eiskalt zur Führung. Nach einer Flanke von Aydin herrschte ein Missverständnis zwischen Keeper Bernat und Herold, sodass der Torhüter nicht konsequent herauskam. Ehlers sagte Danke und köpfte unbedrängt zum 1:0 ins leere Tor ein.
Auch danach blieb Eintracht die aktivere Mannschaft. In der 25. Minute fand eine gute Flanke von Heußer Sané im Fünfmeterraum, doch der Karlsruher Verteidiger war eher am Ball und klärte entscheidend. Karlsruhe tat sich schwer, kam aber in der 30. Minute nach vorne und traf durch Ben Ferhat sogar ins Tor, allerdings stand dem Treffer eine klare Abseitsstellung voraus. Eintracht blieb weiter gefährlich. In der 32. Minute zwang Aydin Keeper Bernat mit einem halbhohen Distanzschuss zu einer starken Parade, eine Minute später kam Bell Bells Ecke gefährlich auf den zweiten Pfosten, wo der Ball nur knapp neben das Tor geköpft wurde.
Die Chancen auf das zweite Tor häuften sich. In der 35. Minute startete Eintracht einen Konter, an dessen Ende Yardimci aus spitzem Winkel abschloss, den Ball aber knapp über das Tor setzte. Das 2:0 lag in der Luft und schien schon fast überfällig. Kurz darauf sah Aydin nach einem Halten vor dem Strafraum die Gelbe Karte, der folgende Freistoß von Wanitzek brachte jedoch keine Gefahr. Kurz vor der Pause hatte Sané dann die große Möglichkeit, die Führung auszubauen, scheiterte jedoch aus kürzester Distanz direkt an Keeper Bernat. Nach zwei Minuten Nachspielzeit ging es mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Kabinen.

Die Halbzeitbilanz fiel klar aus. Eintracht führte zu Recht, hätte angesichts mehrerer hochkarätiger Chancen jedoch höher führen müssen. Karlsruhe zeigte offensiv überraschend wenig und wurde durch viele abgefangene Pässe früh gestört.

Nach Wiederanpfiff blieb Braunschweig zunächst konzentriert. In der 55. Minute bot sich Sané erneut die Chance auf das 2:0, doch nach einem Konter verzog er knapp rechts am Tor vorbei. Auch der anschließende Freistoß von Marie nach einem Foul an Sané brachte keinen Ertrag. Karlsruhe-Trainer Eichner reagierte auf den schwachen Auftritt seiner Mannschaft und nahm in der 62. Minute einen Dreifachwechsel vor.
Eintracht blieb spielbestimmend, verlor jedoch zunehmend an Offensivpräsenz. Sanchez ersetzte Bell Bell, der keinen glücklichen Tag erwischt hatte und defensiv mehrfach Räume offenließ, was allerdings unbestraft blieb. In der 70. Minute meldete sich Karlsruhe erstmals wieder gefährlich an, doch Schleusener traf den Ball aus rund elf Metern nicht sauber. Kurz darauf nahm Braunschweig mit einem Doppelwechsel Sané und Aydin vom Feld, Flick und Alidou kamen neu in die Partie.
Ein Schreckmoment folgte in der 72. Minute, als Hoffmann mit Ball am Fuß ausrutschte und im Liegen gerade noch mit der Hand klären konnte. Ein möglicher Ausgleich wäre ein unnötiges Geschenk gewesen. Karlsruhe erhöhte in der Schlussphase den Druck, während Eintracht zunehmend passiver wurde. Die Gelbe Karte gegen Sanchez wegen Zeitspiels in der 78. Minute war sinnbildlich für diese Phase. Zwei Minuten später hatte der kurz zuvor eingewechselte Laghrissi die Riesenchance zum Ausgleich, setzte den Ball aus kurzer Distanz jedoch mit voller Wucht über das Tor.
Eintracht hätte die Partie in der 82. Minute entscheiden können, als Heußer gegen seinen Ex-Klub den Ball eroberte, im Abschluss aber erneut an Keeper Bernat scheiterte. In der 90. Minute feierte Neuzugang Mijatovic sein Debüt im blau-gelben Trikot und ersetzte Yardimci. Fünf Minuten Nachspielzeit folgten, in denen Karlsruhe noch einmal alles nach vorne warf. Beide Teams kamen zu Chancen, die größte hatte der KSC in der 90.+5 Minute, als der eingewechselte Simic per Kopf nur den Pfosten traf. Eine letzte Ecke für Karlsruhe brachte keine Wende mehr, kurz darauf pfiff Schiedsrichter Haslberger die Partie ab.

Am Ende geht der Heimsieg für Eintracht Braunschweig völlig in Ordnung, auch wenn in der Schlussphase durch den Pfostentreffer etwas Glück dabei war. Karlsruhe blieb über weite Strecken offensiv erstaunlich harmlos. Eintracht hingegen hätte bereits in der ersten Halbzeit für klarere Verhältnisse sorgen müssen, ließ aber erneut zu viele Chancen liegen. Dennoch zeigte die Mannschaft eine klare Reaktion auf den schwachen Auftritt in Fürth und bewies, dass sie in der Lage ist, sich offensive Möglichkeiten zu erarbeiten. Neuzugang Mijatovic ließ in seinen wenigen Minuten Einsatzzeit bereits sein Potenzial aufblitzen. Wie es im Fall Köhler weitergeht, wird sich spätestens am Montag, dem Deadline Day, zeigen. Weiter geht es für Eintracht am 8. Februar 2026 auswärts in Bielefeld.